Hilfe mein Windows XP

Info(Dirk Lickschat) Sicherlich wurde noch nie ein Betriebssystem so durch die Presse getrieben wie Microsoft Windows XP. Schon erstaunlich wie Windows XP am Ende seines Produktlebenszyklus berühmt geworden ist.

Nun mal ganz langsam, was ist passiert? Das amerikanische Unternehmen Microsoft hat bereits in 2013 verkündet, dass der Services für Windows XP im April 2014 eingestellt wird. Ab Dienstag den 08. April 2014 gibt es nun keine Sicherheitsupdates mehr und keinerlei technische Unterstützung seitens Microsoft.

Ein wirklich gutes Produkt muss dem Cloud Markt weichen

Das wohl beliebteste Produkt von Microsoft hat lange gehalten. Seit Oktober 2001 befindet es sich bereits auf dem Markt. Das scheint besonders die deutschen Unternehmen wenig zu stören. Man schätzt die noch vorhandenen Installationen zwischen sieben und zehn Millionen Installationen.

Echt? Mag sich da mancher User fragen. “Bei mir in der Firma gibt es schon lange kein Windows XP mehr“, so erstaunte Bürokräfte. Nun die Wahrheit liegt woanders. Wer nun denkt Windows XP liefe nur auf einem Desktop PC bei den Mitarbeitern im Büro ist falsch informiert.

Windows XP und die technischen Maschinen

Gerne wird auch von Geschäftsführern und IT Verantwortlichen vergessen, dass die Maschinen in Maschinenhallen oft auch das veraltete Betriebssystem unter der Haube haben. Das gilt auch für Telefonanlagen oder sonstige technische Ausstattung die nicht gleich vermuten lässt, es hätte ein Betriebssystem. Oft trauen sich die Hersteller auch nicht in die Offensive zu gehen, da es keine Ersatzsoftware für Windows  Vista, 7 oder gar 8 gibt. Ingenieure interessieren sich für die Sache der Funktion, nicht für den notwendigen Unterbau.

Und nun? Guter Rat ist meistens teuer

Es bleibt abzuwarten, was wirklich geschieht. Sind ganze Maschinenparks ans Internet angeschlossen könnte es Probleme geben. Denken wir an das Jahr 2000 Millennium zurück, wird wahrscheinlich gar nichts passieren. Und das könnte auch der Grund dafür sein, warum wir Deutschen hinter der ständigen IT Panikmanche wieder mal Geschäftemacherei vermuten.

Aber Microsoft will mitmischen, mitmischen am großen Smartphone und Tabletmarkt. Am den großen Apps, die sich gut verkaufen lassen. Mitmischen an der Jugend, an Suchmaschinen und Social Media. Insbesondere der Cloud. Hinterherrennen hinter den bereits nicht mehr zu sehenden Konkurrenten Apple und Google. Desktop ist out. Nun vergrault Microsoft leider auch noch sein Stammpublikum die fleißigen Desktoparbeiter, die dem Unternehmen über Jahre die Treue hielten.

Ein paar sind schon weg. Nach Fehlentwicklungen wie Windows Vista und gewöhnungsbedürftige Kachel- und Updateerlebnisse in Windows 8 (8.1, 8.x und was da noch so kommen mag).

Desktopsysteme von Linux und Apple im Aufwind

Das schon längst tote Linux ist bereits aus der Narkose aufgewacht und die Apple Jünger liebäugeln mit den Desktop-Systemen von Apple.

Nun stehen Sie da die Softwareunternehmen die Jahrelang immer nur für ein Betriebssystem entwickeln mussten und sehen Sie der Frage,“ Haben Sie ein App „ schutzlos ausgeliefert. Ja welche App hättens den gerne? „Egal, irgendwas auf Apple oder Android“, so der einfache Geschäftsführer. Schade nur das gerade die Softwareunternehmen immer noch an die mobilen Endgeräte von Microsoft glauben und auf Windows mobile oder jetzt Windows 8 entwickeln.

Bereits erfolgter Umstieg auf Windows 8 verusacht(e) zusätzliche Kosten

Wenn sich nun ein Unternehmer lässig zurücklehnt und denkt, „Hey, meine 200 PC haben Windows 8, ich bin sicher“, wird schnell von seinem IT Verantwortlichen aus dem nächtlichen Schlaf geholt.

„Chef, wir sind nicht sicher, wir müssen auf Windows 8.1 updaten“, wird er sicherlich sagen. Und da hat er Recht. Microsoft stellt ebenfalls den Sicherheitssupport für Windows 8 ein.

Nun ist Microsoft so nett und stellt das Update von 8.0 auf 8.1 kostenlos zur Verfügung, ausrechnen muss sich nun nur noch der Chef was so ein Update auf 200 Arbeitsplätze an Arbeitskraft und –zeit kosten mag. Hinzu kommt noch die Verunsicherung was da noch alles kommen mag.

Fazit: Konzentration auf langlebige Betriebssysteme notwendig!

In meinen Augen werden die Lebenszyklen der Betriebssysteme immer geringer uns das macht Sie ebenfalls unsicherer. Bedenke man, was es an Arbeitskräften kosten mag diese ganzen Systeme zu pflegen und dann auch noch sicherer zu machen. Ein fast aussichtsloses unterfangen. Ebenfalls ist nicht sichergestellt, ob den nun mein neues Betriebssystem sicherer ist als mein durchlöchertes Windows XP?

Dirk Lickschat

Mein Name ist Dirk Lickschat. Seit 1998 schreibe ich regelmäßig über diverse Software und Marketingthemen. In meinem Gebiet gehöre ich zu den Experten die Marketing und IT-Themen zusammenbringen. Zu meinen Lieblingen gehoeren CRM, SEO, SEM und Online Marketing. Meine Erfahrungen erhielt ich als Vertriebs- und Marketingverantwortlicher in einigen deutschen IT Firmen. Übrigens: Pressemitteilung können jetzt kostenlos veröffentlicht werden. Natürlich nur für IT- und Software-Themen.